(Die Printausgabe des Romans erschien unter gleichem Titel 2007 im Deutschen Taschenbuch Verlag, München. Die nachfolgenden Rezensionen beziehen sich auf diese Ausgabe.)


„Luo Lingyuan erzählt knapp, mit viel Gespür für Situationskomik, für absurde Verwicklungen und Widersprüche. So entsteht ein Mentalitätspanorama, aus dem zwei ausführliche Lebensläufe herausragen: der des Parteisekretärs und der einer ›Self made Frau‹ und Managerin des heutigen China, das bei der Reiseleiterin keine Rückkehrträume auslöst.“ (Deutschlandfunk Kultur) Zum Artikel

 

„Dass Regime-Einfluss auch tausende von Kilometern zu spüren ist, zeigt sich in Luo Lingyuans neustem Buch. ›Die chinesische Delegation‹ ist eine komische Odysée von Parteifunktionären und Wirtschaftsbossen durch Europa. Kulturschock, Magenverstimmung und Fotoklicks – verteilt auf 19 Tage. Luo Lingyuan jongliert mit gängigen Klischees von Asiaten und führt deren Bild vom alten, schwerfälligen Europa ad absurdum. Wird es wirklich ernst, sind die Deutschen keineswegs trinkfest und die Chinesen nicht laut, sondern mäuschenstill? In diesem kulturellen Verwirrspiel fungiert die Reiseleiterin Sanya als überforderte Vermittlerin. Eine Figur mit Realitätsbezug. Luo Lingyuan begleitete jahrelang chinesische Reisegruppen durch Deutschland.“ (Deutsche Welle)

„Die merkwürdige Kombination aus kommunistischen Machtstrukturen und turbokapitalistischen Inhalten im heutigen China ist ein Thema dieses auf Deutsch geschriebenen Romans. (…) Die Autorin vermag aus eingehender eigener Erfahrung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in zwei Teilen der Welt zu schöpfen und diese deutschen Lesern ohne die Zwischenschaltung eines Übersetzers zu vermitteln.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Die Stärke des Romans der in Berlin lebenden Autorin liegt in der schonungslosen Benennung der interkulturellen Unterschiede, der Voreingenommenheiten und Erwartungshaltungen. Geschickt kehrt die Autorin die Fragwürdigkeit und Unmöglichkeit heraus, sich auf ständig verändernde Umstände einzustellen.“ (Der Tagesspiegel)

Interview über das Buch