Lu Bingwen: Das Land der Formen

Erzählung

Der Goldene Stuhl, das Heiligtum des Volkes der Aschanti, muss zurück zu Gott gebracht werden, in Sicherheit vor holländischen Kolonisatoren und einem feindlichen Nachbarstamm. Also macht sich die junge Kambo über eine selbstgebaute Wolkenleiter auf den Weg in den Himmel. Doch oben angekommen stößt sie auf ein skuriles Reich aus geometrischen Formen und dessen nicht weniger eigenartige Bewohner: den Linienriesen, den Körperriesen, den Flächenriesen und den Punktriesen. Können diese vier Riesen ihr dabei helfen, das ihrem Dorf drohende Verhängnis noch aufzuhalten?

»Das Land der Formen« entführt seine Leser in eine Welt, in der Phantasie mit Physik und Magie mit Logik wie selbstverständlich ein  untrennbares Ganzes bilden. Dank immer neuer überraschender Wendungen der Geschichte und des überbordenden Einfallsreichtums ihres Autors bleibt der Besuch dieser Welt bis zuletzt ebenso spannend wie unterhaltsam.

Aus dem Chinesischen von Frank Meinshausen.  ♦  (eBook) – 55 Seiten – € 4,99

 

Luo Lingyuan: Wie eine Chinesin schwanger wird

Roman

32 Jahre und noch immer nicht schwanger? Ein unhaltbarer Zustand – das finden zumindest die Eltern von Tingyi, einer chinesischen Fotografin, die mit ihrem deutschen Freund Robert in Berlin lebt. Während eines Neujahrsbesuches des jungen Paares in Kanton setzen diese daher alles in Bewegung, um möglichst bald ein Enkelkind zu bekommen, zu Roberts aber nicht zu Tingyis Entzücken. Dass sich gleichzeitig von ganz anderer Seite ein handfester Familienkonflikt anbahnt und Robert von einem kulturellen Fettnäpfchen ins nächste tappt, gibt Tingyi jedoch eine Atempause: Zeit, um darüber nachzudenken, welche Hoffnungen und Wünsche sie eigentlich selbst für ihre Zukunft hat.

Ein verschmitzt erzählter Roman über eine deutsch-chinesische Liebesbeziehung, Fremd- und Selbstbestimmung sowie die unterschiedlichen Vorstellungen von Partnerschaft und Familie in Ost und West. Luo Lingyuan beherrscht die Kunst, ihre Figuren lebendig und mit leichten Pinsel­strichen zu zeichnen, sodass man einfach mit ihnen mitfiebern, mitleiden und mitlachen muss.

(eBook), ca. 190 Seiten – € 6,99   ♦   Presserezensionen

 

Luo Lingyuan: Die Sterne von Shenzhen

Roman

Dai Xingkong ist erst Mitte dreißig, gehört aber schon zu den reichsten Privatunternehmern Chinas. Seine Firma Tenglong, die gleichzeitig Softwareprogramme und Naturheilmittel entwickelt, wächst so schnell wie Dais Ehrgeiz, versinnbildlicht durch eine neue Firmenzentrale, die er höher und höher bauen lässt. Doch bald machen ihm Produktfälscher, Korruptionsfälle und Intrigen zunehmend zu schaffen. Als Dai auch noch mehrere persönliche Schicksalsschläge ereilen, gerät er in eine gefährliche Abwärtsspirale. Bis er von einer gänzlich unerwarteten Seite Hilfe bekommt: von den bislang unverstandenen Frauen.

Die »Sterne von Shenzhen« zeichnen ein facettenreiches Bild von Chinas erster »Gründergeneration«, ihren Werten, Zielen und Kämpfen, und lesen sich dabei wie ein Wirtschaftskrimi. Wer Chinas rasanten Aufschwung und seine gesellschaftlichen Auswirkungen verstehen will, für den ist dieses Buch ein Muss.

(eBook) –  ca. 400 Seiten – € 7,99  ♦  Presserezensionen

 

Luo Lingyuan: Nachtschwimmen im Rhein

Erzählungen

Alle glücklichen Beziehungen sind gleich, alle unglücklichen haben jeweils ihr eigenes Unglück: Nach dieser Devise erzählt Luo Lingyuan fünf Geschichten von meist jungen Chinesinnen in Deutschland: einer Modedesignerin, zwei Studentinnen, der Mitarbeiterin einer Reederei und einer Schauspielerin. Sie haben zwar einen (deutschen) Partner gefunden, aber damit längst keine erfüllte und dauerhafte Liebe. Zu den Hindernissen auf ihrem Weg, im fremden Land und der fremden Gesellschaft anzukommen, gehören nicht nur die mehr oder weniger versteckten Unterschiede zwischen beiden Kulturen, sondern auch Eifersucht, Untreue oder der rücksichtslose Egoismus der Männer. Dennoch bleiben die Dinge nicht immer wie sie sind, denn manche der oft schwach und duldsam wirkenden Frauen entwickeln in ihrem Streben nach Glück und Selbstverwirklichung ungeahnte Kräfte.

Aus dem Chinesischen von Axel Kassing. ♦ (eBook) –  ca. 170 Seiten – € 5,99  ♦  Presserezensionen

 

 

Luo Lingyuan: Du fliegst jetzt für meinen Sohn aus dem fünften Stock!

Erzählungen

Elf verstörende Geschichten aus China, deren starker Sogwirkung man sich kaum entziehen kann. Geschichten über ein Land im Umbruch, das noch weitgehend von Perspektivlosigkeit, Armut und sozialer Unsicherheit geprägt ist. Im Mittelpunkt stehen kleine Angestellte oder Unternehmer, Bauern, Studenten oder Beamte. Sie alle leben in einer Gesellschaft, in der die meisten Menschen der Willkür von Polizei und Behörden ebenso schutzlos ausgeliefert sind wie der Kälte und dem Egoismus ihrer Mitmenschen. Grundlage der Erzählungen waren Bilder und Erinnerungen aus der Kindheit und Jugend der Autorin, die sie auf kunstvolle Weise miteinander verwoben hat. Auch weil nur sehr selten Momente der Hoffnung aufblitzen, eignet sich das Buch, für das Luo Lingyuan 2007 mit dem ›Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis‹ ausgezeichnet wurde, eher nicht als Gute-Nacht-Lektüre, sondern setzt ein stabiles Nervenkostüm voraus.

(eBook) – ca. 200 Seiten – € 5,99  ♦  Presserezensionen

 

 

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Elfmal China Stadt

Erzählungen

Elf chinesische Autorinnen und Autoren, geboren zwischen 1961 und 1974, erzählen vom Leben ihrer eigenen Generation in Chinas rasant wachsenden Großstädten: der Suche nach Glück und Liebe, der Auflehnung gegen überkommene Moralvorstellungen und einer manchmal selbstzerstörerischen Sehnsucht nach Freiheit und Selbstverwirklichung. Alle elf Geschichten spiegeln die gewaltigen gesellschaftlichen Umbrüche wieder, die mit dem Wirtschaftsboom der 90er Jahre begannen und bis heute fortdauern.

Eine Anthologie mit Texten von Zhu Wen, Dai Lai, Li Dawei, Anni Baobei, Wu Chenjun, Bi Feiyu, Zhao Ning, Wang Ai, Huang Fan, Ma Lan und Han Dong.

Aus dem Chinesischen von Frank Meinshausen.    Rezensionen aus Presse und Hörfunk

(eBook) – 250 Seiten – € 5,99

 

 

Lu Bingwen: Das Orakel 

Erzählung

Als hätte Ra mit seinem neuen Konkurrenten Jahwe nicht schon genug Scherereien: Nun muss ein persischer Gelehrter namens Tao auch noch ernst zu nehmende Zweifel am Funktionieren der Waage äußern, mit der im Totenreich die Seelen der Verstorbenen gewogen werden. Eine Expertengruppe aus über 2500 Mathematikern soll den Göttern Ägyptens helfen, darunter Alan Turing, der mit dem Bau einer riesigen Rechenmaschine beginnt. Aber schon bald überschlagen sich die Ereignisse und münden in eine Schlacht von geradezu biblischen Ausmaßen…

Mit »Das Orakel« ist Lu Bingwen eine spannungsreiche Fantasy-Erzählung gelungen, in der sich Mathematik mit Mythologie und Religionsgeschichte mit Erotik auf intelligente und dabei höchst unterhaltsame Weise vermischen.

Aus dem Chinesischen von Frank Meinshausen.  ♦  (eBook) – 60 Seiten – € 4,99